Montag, 19. September 2011

For a better world - Part 1 - Coffee to go.

Es ist nicht so, dass ich ein unglaublicher guter Mensch bin. Ich benutze Haarspray ohne Pumpsystem, kaufe einzeln verpackte Produkte und lasse die Dusche morgens erst warm laufen. An Bettlern in der Stadt gehe ich kommentarlos vorbei und spenden tue ich äußerst selten.
Trotzdem finde ich, dass es unglaublich viel Sinn macht, sein eigenes Verhalten zu überdenken und auf gewisse Dinge zu verzichten, sie anders zu machen oder sich schlichtweg darüber zu informieren. Informationen sind immer der erste Schritt!
Ein Beispiel:

Da wir zu beschäftigt waren, die Finanzkrise zu analysieren und uns Sorgen um den Euro zu machen, haben die Wenigsten von uns mitbekommen, dass in Afrika gerade die (Hunger-)Hölle los ist.

In nächster Zeit werde ich hier in unregelmäßigen Abständen Ideen, Anregungen und Informatione
n veröffentlichen, die jeder selbst umsetzen kann, um ein klein wenig mehr zu tun und zu wissen.



Anfangen werde ich heute mit einem neuen Volkssport: Kaffee trinken. Ich persönlich bin leidenschaftlicher Coffee to go trinker, jeden Morgen muss ein Becher, wahlweise von Balzac, Starbucks oder McCafe dran glauben.


Das mich diese Angewohnheit pro Jahr knappe 600€ kostet ist jedoch das geringste Problem: Ich entledige mich pro Jahr 260 Pappbechern.

Eine Hochrechnung von Utopia.de:
150 Liter Kaffee trinkt der Deutsche nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbandes im Jahr im Durchschnitt (macht 0,41 Liter am Tag und somit etwa zwei Tassen Kaffee). Etwa 40 Prozent unserer täglichen Kaffeedosis konsumieren wir außer Haus, wie etwa die Wirtschaftswoche recherchiert hat. 40 Prozent von 150 Litern macht 60 Liter im Jahr, die der Durchschnittsdeutsche außerhalb seiner eigenen vier Wände trinkt. Von den 60 Litern können wir wohl getrost zwei Drittel abziehen - wer kann schon einen ganzen Büro-Tag lang mitgebrachte "Coffee to gos" trinken?Bleiben also etwa 20 Liter Kaffee, die der Deutsche im Durchschnitt im Jahr aus Pappbechern schlürft. Umgerechnet auf das Durchschnittsvolumen eines "Coffee-to-Go"-Bechers, nämlich 0,25 Liter, landen somit 80
Pappbecher plus Plastikdeckel je Person im Jahr im Müll. Diese Zahl auf 82 Millionen Einwohner hochgerechnet, lässt die Becherzahl samt der Deckel in schwindelerregende Milliardenhöhe schnellen: 6.560.000.000 werden demnach im Jahr von Deutschen verbraucht.
Alle Becher aufeinander gestapelt - ein 0,25 Liter-Becher ist normalerweise neun Zentimeter hoch -enstünde ein 590.400 Kilometer hoher Müllberg. Zum Vergleich: Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, ist 2.962 Meter hoch. Bevor wir den Bechermüll jetzt noch in gefällte Bäume umrechnen, sollten wir für den nächsten "Coffee to go" besser gleich mit dem Thermosbecher losziehen. Denn bei einem Äquatorumfang von rund 40.000 Kilometer könnten wir Deutschen unsere Coffee-to-go-Becher mit den Deckeln jedes Jahr etwa 14 Mal um die Erde wickeln
.

Wer nun noch genauere Infos über die Klimabilanz eines Coffee to go-Bechers haben möchte, schaut am besten mal hier.
Eine einfache Geste, die viel bewirken kann, ist also: Die gute alte Thermoskanne. Es gibt übrigens mittlerweile sogar Keramikbecher mit Deckel, die exakt so aussehen wie Coffee to go-Becher. Sogar von Starbucks!

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